In Twyfelfontein, ca. 200km nördlich von Swakopmund befindet sich eine der größten Ansammlungen von Felsbildern in Afrika.

An der Fundstelle im Damara-Bergland von Namibia gibt es sowohl Ritzzeichnungen, die mit einem harten Gegenstand in den Fels gemeißelt wurden sowie und Steingravuren, bei denen die Fläche aufgeraut wurde.
Menschliche Figuren findet man nur auf sechs der 2075 Zeichnungen. Unter den Felszeichnungen finden sich auch menschliche Figuren sowie menschliche und tierische Fußabdrücke.

b2ap3_thumbnail_twyfelfontein.jpg

Die Felsbilder gehen auf die Jäger- und Sammler-Kultur der San zurück, die seit 2000 Jahren in diesem Gebiet lebten, bis sie um das Jahr 1000 von nomadischen Viehzüchtern, den Damara, verdrängt wurden.  Einige ebenfalls aus Twyfelfontein stammende archäologische Fundstücke datieren aus der späten Steinzeit.

Die einzige Wasserquelle der Gegend war auch stets Namensgeberin für den Ort. Das Ur-Volk der Damara nannte sie Uri-Ais, „springende Quelle“. Als um 1947 weiße Farmer in das Tal kamen, sprudelte das Wasser wohl nicht mehr so zuverlässig. 1964 wurde deshalb die Besiedlung wieder aufgegeben. Geblieben ist der Name in Afrikaans: „Twyfelfontein“, zu deutsch „Zweifelbrunnen“.

Heute entdecken Besucher die faszinierenden Gravuren auf geführten Wanderungen.
Twyfelfontein wurde 2007 in die Liste der Weltkulturerbestätten aufgenommen.

Empfehlenswerte Unterkünfte in der Umgebung.