Es war wieder soweit, die "therapeutische Wirkung" der Tiersichtungen musste wieder sein. Oder anders, der Afrikavirus hatte uns erneut befallen. Also ging es kurzfristig auf die Reise zum Addo National Park. Etwa 9 Stunden ab Kapstadt - ca. 750km auf der N2 gen Osten. Ohne Probleme haben wir gegen 15 Uhr den Südeingang des Parks, den Matyholweni Entrance erreicht.

Eine Unterkunft hatten wir bei SANPArks im Main Camp im nördlichen Teil des Parks gebucht. Die Rezeption ist bis 19 Uhr geöffnet, so daß die verbleibenden vier Stunden im Park für die 40km ausreichen sollten... Dann hatten wir nicht mit dem Verhalten einiger Bewohner gerechnet... Aber der Reihe nach.

Die Temperaturen lagen um die 22°C, es war leicht bewölkt und sehr angenehm auf Safari zu gehen.

Zuerst begrüßten uns eine Herde von Red Hartebeest sowie Zebras auf den Ebenen bei der Southern Access Road. Weit entfernt auf den Hügeln grasten auch zwei Büffel genüßlich.

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Ein Kudumännchen am Strassenrand hatte Geduld mit uns und war ein ideales Fotomodell.

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Ein junger Schakal hatte es eilig und lief, von unserem Auto unbeirrt, auf der Suche nach einer späten Mahlzeit die Strasse mehrere hundert Meter entlang. Kamera einstellen, fotografieren und Autofahren war dann doch mal wieder eine neue Erfahrung...

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Hinter der nächsten Straßenbiegung dann eine Blockade. Hier hatten sich zwei Elefanten doch gemütlich den Nachmittag vertrieben. Vor lauter Anstrengung musste einer der Beiden sich erstmal am Straßenrand setzen und ausruhen. Was für ein Bild!

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Irgendwann verschwanden die Zwei dann doch im Busch und wir konnten weiterfahren. Aber nach nur 500m war die nächsten Straßenblokade zu sehen. Drei jüngere Männchen waren miteinander beschäftigt - auf der Strasse natürlich - und die Uhr lief. Nach einer Viertelstunde war das Schauspiel dann leider vorbei und es konnte weiter gen Norden gehen.

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Das Hapoor Wasserloch war vollständig verwaist. Im letzten Jahr hatten wir hier bis zu 200 Tiere gleichzeitig gesehen. Vielleicht liegt es am Schädelknochen eines verendeten Elefanten, der ganz in der Nähe liegt? Wer weiß welches Drama sich hier abgespielt hat?

An diesem ersten Tag haben wir Elefanten, Kudus, zwei Schakale, Red Hartebeests, Zebras und natürlich Warzenschweine gesehen.

Eine große Gruppe Elefanten war dann noch am Wasserloch beim Main Camp zum abendlichen Bad geladen. Der Badespass war vollkommen, auch die Jüngsten hatten ihre wahre Freude dabei.  Leider keine Bilder, da wir die Kamera in der Unterkunft liegen hatten.

 

Tag 2

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Hier eines der Warzenschweine (engl. Warthog), leicht angerostet. :-)

Vielleicht lag die hohe Anzahl der Sichtungen in den vier Tagen im Park daran, dass wir erst vor ein paar Wochen Warzenschwein auf der Speisekarte hatten? Das Restaurant auf dem Weingut Anura bei Paarl hatte dieses für uns zubereitet...

Der Tag war wolkenverhangen, kühl und regnerisch. Am Vormittag 21°C und am Abend sogar nur 17°C. Das war den meisten Elis dann doch zu kühl und so konnten wir nur ein männliches Exemplar bei Carols Rest aufnehmen. Auf dem Gorah Loop gab es an diesem Tag noch eine große Eland-Herde mit ca. 40 Tieren in weiter Entfernung zu sehen.

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Ein Büffel lief uns dann doch noch über den Weg...

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Auch zwei Yellow Mongoose kreuzten unseren Weg. Die Dungbeetle waren sehr selten. Leider hatten wir kein Glück einen der Käfer mit einer passenden Kugel zu sehen. Vielleicht beim nächsten Mal...

 

Tag 3

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Auf der Straße zwischen Main Camp und den Hapoor-Wasserloch kam uns am frühen Morgen dieser Zeitgenosse entgegen.

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Eine kurze Begrüßung und danach ging es auch gleich in den 'Ring'.

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Einer der Beiden musste vor der Rangelei erstmal 'Gewicht reduzieren'... Wer so in die Auseinandersetzung zieht kann nur verlieren :-)

 

Diese Gruppe Zebras war die Tage immer wieder an der Hapoor-Wasserstelle zu sehen. Mal direkt am Wasserloch, manchmal weit entfernt im Busch.

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Es gab wohl eine kleine Meinungsverschiedenheit, wenn man seinem 'Mit-Zebra' die Hinterläufe zeigt?

 

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Zebrastreifen neu interpretiert!

 

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Eine Erdmännchenkolonie war für kurze Zeit am Hapoor-Wasserloch zu Besuch. Nach drei Minuten war die drollige Bande schon wieder weiter gezogen.

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Ein Heron, auch häufig im Park anzutreffen.

 

Warzenschweine, was sonst?!

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Wir haben den Elefanten den ganzen Weg langsam begleitet. Bei der Mittagshitze hatte der Koloss ordentlch zu arbeiten um den Weg bergan zu schaffen. Das ging im Auto dann doch bequemer. Gut, wenn man nur zwei Beine hat :-)

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Am Bergkamm noch schnell ein freundlicher Blick zum Abschied.

Nach der nächsten Straßenbiegung war auch das Ziel 'unseres' Elefanten zu sehen.

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Das ultmative Badevergnügen für die Elefantenbullen am Ngulube Loop.

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Keine fünf Kilometer weiter kam uns ein weiterer Elefantenbulle am Ngulube Loop entgegen. Ob er wohl auch zum Baden wollte?

 

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Die Büffel mit den obligatorischen Warzenschweinen gab es am Abzweig 37. Insgesamt konnten wir zeitgleich bis zu sieben Büffel an dieser Stelle beobachten.

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Büffel beim 'Schlamm-Diving'

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Er ist aber wieder aufgestanden... Versprochen! :-)

 

Eine Elefantenkuh mit ihrem Kind trafen wir allein am Harvey's Loop an. Insgesamt waren die Tiere sehr entspannt und Autos gegenüber freundlich eingestellt und sehr zurückhaltend.

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Auf der Rückfahrt ins Camp kamen wir an Rooidam vorbei. Hier waren sie endlich wieder, die Elefantenherden die wir schon so lange gesucht hatten. Hier hatten alle ihre Freude beim Baden. Natürlich waren auch die Kleinsten mit dabei.

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Wir wurden beobachtet. Ein anderer jugendlicher 'Aufpasser' musste unser Auto auch aus nächster Nähe beäugen und beschnuppern. Aber wir wurden für gut befunden und durften bleiben. :-)

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Ein kleines Wettrennen im Wasser zwischen zwei jugendlichen Bullen, das war doch mal was anderes...

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Ich darf auch schon baden!

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Und der Rüssel ist doch ein interessantes Ding!

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Ab und zu darf ich auch mal alleine los...

 

Das Wasserloch am Main Camp wurde dann am Abend von den Herden besucht. Auch hier das gleiche Bild. Saufen, baden, waschen.

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Eine Elefantenkuh mit dem Kleinen unterwegs. Gab es hier eine Lehrstunde, wie man als Elefantenbaby die Abendtoilette zu machen hat?

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Nach dem Baden ging es auch schon wieder mit dem Fressen weiter. Immer in Bewegung bleiben. :-)

 

Tag 4

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Leider schon wieder Abreisetag! Aber am Rooidam-Wasserloch gab es zwei junge Bullen beim morgendlichen Saufen zu sehen. Danach ging es wieder gen Süden ohne weitere Tiersichtungen, selbst die Zebragruppe oder die Erdmännchen am Hapoor waren diesmal nicht zu sehen. Vom Hapoor aus dann noch schnell den Mpunzi Loop 'mitgenommen' und siehe da - ein Dungbeetle querte die Pad und etwas später kamen uns zwei etwas aufgeregte Büffel entgegen. Jedenfalls waren die so garnicht entspannt - und das im direkten Gegenverkehr auf der Strasse! Zum Glück ist alles gut gegangen und die Tiere verschwanden hinter uns im Dickicht.

Dann die Überraschung des Tages. An Jack's Picknick Site hatten wir auf der Tafel die neuesten Tiersichtungen des Tages gesehen. Hier waren so früh am Morgen bislang nur zwei Löwen am Marie Baree Wasserloch, also ganz in der Nähe vermerkt! Keine fünf Minuten später waren wir vor Ort und haben schon die anderen 'Schaulustigen' gesehen...

Mit etwas Geduld hatten wir dann auch unsere Premium-Aussichtposition ergattert. Und da war er der König der Tiere! Vollgefressen und träge... Kein Wunder, dass die Büffel doch unentspannt waren. Vielleicht hatte es einen ihrer Artgenossen getroffen oder die reine örtliche Nähe war Grund genug?

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Aber was ist da im Hintergrund zu sehen? Sollte das der Riss sein?

Natürlich war der ziemlich verschlafene Bruder auch mit von der Partie... Aber für ein gemeinsames Foto ist er extra für uns aufgestanden. :-)

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Schnell wieder ein Schattenplatz gesucht und ausgeruht. Hatten sie sich ja auch redlich verdient.

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Irgendwann ertönte aus nächster Nähe ein Warnruf - von welchem Tier auch immer. Da wurde unser Löwe dann doch neugierig und machte sich mal auf den Weg.

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Einmal um die Ecke schauen. Ist ja schließlich das Löwen-Wasserloch!

Aber was ist das? Eine Gruppe von drei Warzenschweinen kommt zum Saufen vorbei. Löwe Nummer 2 ist davon jedoch völlig unbeeindruckt.

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Also können die Drei ihren Durst unbekümmert stillen.

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Eine Viertelstunde später kommt unser Löwe wieder zurück. Wir hatten uns schon gefragt was er so lange macht...

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Der Durst hatte ihn doch wieder zurück getrieben.

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Günstige Position gesucht und hingelegt.

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Nach dem ausgiebigen Mahl - die beiden waren so vollgefressen - hat das sicherlich gut getan.

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Fertig!

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Und wieder zurück in den Schatten. So ein Löwenleben ist schon anstrengend...

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Aber was ist das? Die nächsten Warzenschweine. Wenn so ein Happen in dreifacher Ausführung direkt vor der Nase herumläuft, dann ist Löwe schnell wieder wach. Ok, die zwei Nachwuchs-Warzenschweine ergeben vielleicht einen Happen. :-)

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Die Warzenschweine haben den Hungerlevel der Löwen regelrecht getestet. Als sie zu nah am Löwen waren wurde dann doch schnell 'Fersengeld' gegeben.

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Und Löwe zeigt wer der Herr im Hause ist und legt sich näher ans Wasserloch. So leicht gibt der König der Tiere sein angestammtes Gebiet doch nicht auf! Ideale Fotoposition für uns. Danke an die Warzenschweine!

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Aber die Warzenschweine hatten Durst und zumindest zwei haben dann - zwar mit mächtigem Respekt - auch getrunken.

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Geschafft. Die Störenfriede waren endlich wieder weg!

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Dumm nur, das die Sonne schon wieder vom Himmel brannte und hier kein Schatten war...

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Also wieder aufgestanden und zurück unter den Busch und weiter ausgeruht. Der Löwe war doch sehr aktiv für die Uhrzeit. Aber für alle fotografierenden Besucher war es die reinste Freude. Wer hätte das gedacht, dass wir zum Abschied noch eine so ergiebige Löwensichtung über einen Zeitraum von ca. 90 Minuten haben würden. Und dann noch mit einem 'hyperaktiven' Löwen ... Irgendwann kommt jedoch der Abschied und wir mussten weiter.

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Etwas später am Abzweig 37 zum Harvey's Lop war auch eine kleinere Elefantenherde unterwegs und leider innerhalb von ein paar Minuten im Dickicht verschwunden.

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Auf den Ebenen im Süden gab es wieder die üblichen 'Verdächtigen'. Zebras, Elands und Red Hartebeests waren zu sehen. Auch ein männlicher Strauß fühlte sich hier zuhause.

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Auf der Ebene zwei Elefanten zu sehen war für uns eine neue Erfahrung. Beide auf dem Weg zum Wasserloch. Nette Burschen - schließlich haben sie uns gut Modell gestanden.

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Perfekt - Elefanten von vorn. Das war reines Fotografenglück. Die Zwei kommen im Großformat an die Wand...

Irgendwie mussten die Elefanten einen Bienenschwarm aufgescheucht haben. Jedenfalls brummte und summte es plötzlich um uns herum. Gut das die Fensterheber schnell genug waren. So schnell das Brummen gekommen war, so schnell war es auch schon wieder vorbei. Also schnell weiter fotografiert. Nach 15 Minuten haben wir uns von den Beiden verabschiedet und sind in Richtung Südtor gefahren.

Unterwegs gab es dann doch noch einen Eli für uns, der genüßlich einen Baum am Rand der Pad bearbeitete.

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Und hier das letzte Foto von unserer unvergesslichen Reise. Der Addo National Park mit seiner Vielfalt ist doch immer wieder eine Reise wert.

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