Das Online-Magazin Africa.com hat in einem Blogbeitrag die zehn lebenswertesten Städte in Afrika aufgelistet. Kapstadt landet ganz oben auf dem Treppchen.

Für die Ermittlung der lebenswertesten Städte in Afrika wurden sowohl quantitative als auch qualitative Methoden herangezogen, hauptsächlich aus afrikanischen Datenbeständen. Zur Ermittlung der Reihenfolge wurden folgende Kriterien herangezogen: Verfügbarkeit von Gütern und Dienstleistungen, Qualität der Infrastruktur sowie Sicherheit und politische Stabilität. Inselstädte jenseits des afrikanischen Festlandes, die geographisch jedoch zu Afrika gehören (z.B. Port Louis auf Mauritius), wurden aus dem Ranking ausgeschlossen.

Begründung für die Wahl Kapstadts zur lebenswertesten Stadt in Afrika

Kapstadt ist eine der schönsten Städte der Welt – geschweige denn Afrikas – wovon auch die zahlreichen renommierten Reise-Awards zeugen, die die Stadt schon für sich verbuchen konnte. Hier will ein jeder Südafrikaner leben. Sie überzeugt mit allen Annehmlichkeiten, die eine Großstadt bieten kann und punktet zugleich durch ihre entspannte Atmosphäre sowie der Lage zwischen Ozean und Bergen und schafft somit eine ideales Verhältnis von Arbeit und Freizeit. Eine kurze Autofahrt entfernt befinden sich hunderte von Weingütern, die einige der weltweit besten Weine produzieren. Während die Sommer (Oktober bis April) wunderschön sind, können die Winter auch trist sein mit viel Nebel, Regen und Wind.

Aus diesem Grund nennen viele Kapstadt auch die “windige Stadt”. Eigentlich ist sie jedoch als die “Mutterstadt” bekannt. Hier ist die Versicherungsbranche heimisch und auch der aufkeimende digitale Sektor gewinnt zusehens an Einfluss. Doch auch die Werbebranche und Kreative sind hier ansässig ebenso wie die Modebranche. Die Architektur der Wohnräume variiert von Häusern im toskanischen Stil (ein Trend, der im ganzen Land zu beobachten ist), Innenstadt-Lofts im unkonventionellen Office-Stil und von Sicherheitsdiensten bewachte Anwesen. Die Kriminalitätsrate ist zwar hoch, der Sicherheitsaspekt wird aber als weniger problematisch als in Johannesburg angesehen. Davon zeugt auch das häufige Fehlen der in Johannesburg und Pretoria allgegenwärtigen hohen Mauern und Elektrozäunen an jedem noch so kleinen Anwesen.

Wie in vielen anderen Gastgeberstädte der Fußball WM 2010, wurde der öffentliche Verkehrsinfrastruktur stark ausgebaut, hauptsächlich durch die Einführung des Schnellbussystems MyCiTi. Da noch nicht alle geplanten Strecken eröffnet wurden und nicht ein jeder bereit ist, die Bahn oder Minitaxis zu nutzen, ist das Mittel der Wahl für die Fortbewegung innerhalb der Stadt immer noch das eigene Auto.

Wer aus beruflichen oder familiären Gründen oder einfach nur für seinen nächsten Urlaub wissen möchte, wo es sich lohnt, in Afrika zu leben, findet hier die Top 10 der lebenswertesten Städte auf dem schwarzen Kontinent: